Lesetag am LMG

Termin: 18.11.2021  - 18.11.2021
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Ein ganz besonderes Ereignis

Am 18. November 2021 bekamen die 5. Klassen Besuch von den Inhaberinnen der Buchhandlung ‚CoLibri‘ aus Schönaich. Anne Lösch und Cornelia Benning stellten ihnen sechs spannende Kinderbücher vor, die für den „Deutschen Jugendliteraturpreis 2021“ nominiert waren.

Die sechs Bücher unterscheiden sich sowohl im Stil als auch in ihrer Grundstimmung.
Es gibt lustige Bücher im Comicformat, wie z.B. Manno! Alles genau so in echt passiert von Anke Kuhl, welche in diesem Buch die eigene Kindheit mit ihrer Schwester erzählt.

Aber auch spannende Bücher, wie Haifischzähne von Anna Woltz. In ihrem Buch geht es um ein Mädchen, dessen Mutter krank ist. In dem Glauben, ihr zu helfen, fasst das Mädchen den Plan, mit dem Fahrrad das Ijsselmeer (großer See in den Niederlanden) zu umrunden. Auf ihrer Reise begegnet sie einem jungen Ausreißer, welcher sie auf ihrer Reise begleiten möchte.

Des Weiteren gibt es auch Bücher zum Thema ‚Umzug‘ (Pembo halb und halb macht doppelt glücklich von Ayse Bosse & Ceylan Beyoglu) und zum Thema ‚Armut und Arbeitslosigkeit‘ (Adresse Unbekannt von Susin Nielsen).

Unter den Nominierungen befand sich auch ein eher unübliches Kinderbuch: Rosalie. Als mein Vater im Krieg war von Timothé Fombelle & Isabelle Arsenault, das sich mit der Zeit des Ersten Weltkriegs und der Bedeutung des Lesens beschäftigt. Es ist ein sehr ernstes und kein farbenfrohes Kinderbuch, in dem sich die fünfjährige Protagonistin Rosalie von ihrer Mutter hintergangen fühlt, da sie nicht glaubt, dass diese ihr die Wahrheit über die Briefe ihres Vaters erzählt. Da die Mutter in der Fabrik arbeitet und der Vater im Krieg ist, darf Rosalie im Klassenzimmer der örtlichen Schule ganz hinten sitzen. Sie gibt vor zu zeichnen, während sie eigentlich den Ausführungen des Lehrers folgt, um so das Lesen zu lernen und die Briefe ihres Vater selbst lesen zu können.

Und jetzt zu dem Buch, das den Preis der Kategorie Kinderbuch zu Recht für sich beanspruchen kann. Dieses Buch namens Irgendwo ist immer Süden von Marianne Kaurin traf auch bei den Kindern auf große Begeisterung. Das Buch handelt von einem norwegischen Mädchen, das ihrer Klasse erzählt, dass sie in den Sommerferien auch in den Süden fahren würde. Sie tut dies, obwohl sie weiß, dass ihre Familie es sich gar nicht leisten kann. In den Ferien zieht dann ein neuer Junge zu ihr in die Wohnanlage. Sie freundet sich mit ihm an und gemeinsam bauen sie sich in der verlassenen Hausmeisterwohnung ihren eigenen Süden. Sie postet regelmäßig Bilder von ihrem falschen Süden in die Klassengruppe. Als der Schwindel schlussendlich auffliegt und ihr Freund von der Klasse gehänselt wird, befindet sie sich in einem Konflikt, welchen es nun zu lösen gilt.

In der Vielfalt der mitgebrachten Bücher fand sich für jedes Kind mindestens eines, das so großes Interesse geweckt hatte, dass es demnächst gewiss privat gelesen wird!

Um dies zu ermöglichen, sind von jedem Buch drei Exemplare in unserer LMG-Bibliothek zur Ausleihe bereitgestellt.

Der Lesetag hat auf jeden Fall sein Ziel erreicht, die Kinder mit ansprechenden Büchern vertraut zu machen und damit ihre Lesebereitschaft zu fördern. Deshalb ist es definitiv zu empfehlen, auch in den nächsten Jahren ähnliche Projekte anzubieten.

Bericht von Emma Huke und Tim Rombach (J1)

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