Beschwerdemanagement:
Miteinander reden!

Stand März 2015 (Erprobungsfassung)

Ziele

Beanstandungen des Verhaltens oder Handelns von Lehrkräften sollen durch ein transparentes, auf Dialog ausgerichtetes Vorgehen in konstruktive Kritik münden und damit eine Problemlösung ermöglichen. Dazu ist Offenheit, Kritikfähigkeit und Gesprächsbereitschaft auf allen Seiten notwendig. Mit angemessenem Verhalten schaffen die Lehrkräfte so viel Vertrauen, dass eine mögliche Furcht vor Nachteilen bei Beschwerdeführung überwunden werden kann.
 

Anlass

Eine Beschwerde über dienstliches Handeln von Lehrkräften oder Schulleitung kann persönlich, telefonisch oder schriftlich der Schulleitung, der Schulaufsicht oder anderen Instanzen vorgetragen werden. Leider wird oft (z.B. aus Furcht vor Repressalien) nicht die verursachende Person angesprochen. Wenn sich Eltern oder Schüler mit einer Beschwerde an die Schulleitung wenden, bestehen zwei Gefahren bei vorschneller Reaktion: Sie stellt entweder die Berechtigung der Beschwerde in Frage bzw. argumentiert formal ausweichend. Beschwerdeführende reagieren dann vielleicht frustriert oder konfrontativ und eskalierend. Oder die Schulleitung entspricht unmittelbar der Erwartung der Beschwerdeführenden, nimmt ihnen das Problem ab und macht es sich zu eigen. Damit ist die Situation nicht geklärt. Es ergeben sich kurz- und mittelfristig Schwierigkeiten oder Belastungen für die schulische Arbeit, da die Schulleitung dann ohne sachliche Prüfung oder Anhörung Partei geworden ist. Um zielführender reagieren zu können, ist deshalb von den schulischen Gremien ein schulisches Beschwerdeverfahren beraten und festgelegt worden.*
 

Prüfung

Wird eine Beschwerde unter Umgehung des hier dargestellten Verfahrens direkt an die Schulleitung gerichtet, so prüft diese zunächst folgende Fragen: Um welches Problem geht es? Gegen wen (oder was) richtet sich die Beschwerde? Sofern es sich nicht um Situationen handelt, die ein unmittelbares Eingreifen aus dienstrechtlichen Gründen und/oder die Einschaltung der Schulaufsicht erforderlich machen, klärt die Schulleitung, dass sie zur Beschwerde vorerst keine inhaltliche oder wertende Stellung nimmt, sondern verweist auf das in der u.a. Tabelle dargestellte Stufenverfahren zur Bearbeitung von Beschwerden und bietet in diesem Rahmen Schülern, Eltern oder Lehrkräften Beratung bei der Behandlung der Beschwerde an.
 

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