Partnerschaftsklassen

Chronik

Seit 2007 arbeiten das Lise-Meitner-Gymnasium Böblingen und die Martinsschule Sindelfingen (Förderschule) im Rahmen des Projektes Schulzirkus LISAMARTONI erfolgreich zusammen. Dieses Projekt wurde in den letzten Jahren mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. In den Schuljahren 2013/14 und 2014/2015 erfuhr es eine besondere Förderung durch die Bundesvereinigung kulturelle Jugendbildung (BKJ). Seit dem Schuljahr 2013/14 wurde die Kooperation um das Musical-Projekt der Klassen 5 erweitert und wurden einzelne inklusive Unterrichtsprojekte durchgeführt.

Kooperationen zwischen so verschiedenen Schulen wie dem LMG und der Martinsschule können nur dann gelingen und gewinnbringend für beide Seiten sein, wenn alle Beteiligten diese Gemeinschaft als etwas wahrnehmen, das ihnen Sicherheit und Akzeptanz bietet. Dies gilt gleichermaßen für Schülerinnen und Schüler wie für Lehrerinnen und Lehrer. In den Jahren des gemeinsamen Zirkusprojektes ist dies gelungen und hat sich stetig entwickelt. Die Martinsschüler und ihre beiden Sonderpädagogen wurden mehr und mehr am Gymnasium integriert. Von zentraler Bedeutung war die Kontinuität der beteiligten Personen und das damit gewachsene gegenseitige Vertrauen.

Pädagogisches Konzept


Seit dem Schuljahr 2014/15 wird die Kooperation in Form von „Partnerschaftsklassen“  in verstärkter Form praktiziert.
In den Klassenstufen 5 und 6  werden Schüler/innen der Martinsschule mit sonderpädagogischem Bildungsanspruch in einer jahrgangsübergreifenden Klasse  in Projektphasen gemeinsam mit Schüler/innen des LMG unterrichtet. Das Staatliche Schulamt, die Schulträger, die Lehrerkollegien und die Eltern unterstützen dieses Projekt und dessen Weiterentwicklung.
 
Dabei werden  die Schülerinnen und Schüler der Martinsschule nach dem Bildungsplan der Förderschule unterrichtet.
Die Schüler/innen der beiden Partnerschaftsklassen nehmen am Schulzirkus LISAMARTONI, am Musical-Projekt  und an mehreren gemeinsamen Unterrichtsprojekten in verschiedenen Fächern  teil. Partielle Inklusion durch einzelne, zeitlich begrenzte Projekte oder nur mit einzelnen Kindern sollen Misserfolg durch Überforderung und Frustration verhindern. Inklusiver Unterricht soll dann stattfinden, wenn er didaktisch und pädagogisch gewinnbringend für alle Beteiligten ist. Für alle Beteiligten ist eine zentrale Voraussetzung für inklusiven Unterricht, dass alle aktiv am Unterricht teilnehmen können und eine an ihre Belange angepasste Förderung erhalten, gleichgültig ob hochbegabt, begabt oder mit Lernschwierigkeiten. Gymnasiasten und Schüler mit sonderpädagogischem Bildungsanspruch (Förderschwerpunkt Lernen) lernen gemeinsam und begegnen sich. Dieses Miteinander baut Berührungsängste ab, entwickelt die Persönlichkeit und fördert das gegenseitige Verständnis.
 
Die Schülerinnen und Schüler der Martinsschule werden durchgehend von Sonderpädagogen unterrichtet und begleitet. Im gemeinsamen Unterricht und in Projekten werden alle Schüler/innen der Partnerschaftsklassen im Team-Teaching von Gymnasiallehrkräften und Sonderpädagogen unterrichtet. Die individuelle Lernbegleitung aller Kinder ist dabei ein zentrales pädagogisches Ziel, denn "es ist normal, verschieden zu sein", dies sagte Richard von Weizsäcker bereits 1993.
 
Interessierte Eltern, die ihr Kind für die Außenklasse am LMG anmelden möchten, können sich unter der Telefonnummer 07031/807390  oder per E-Mail sekretariat@martinsschule-sindelfingen.de näher  informieren.
 

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